Altern mit Zukunft by Prof. Dr. Stefan Pohlmann, Dr. Christian Leopold, Paula

By Prof. Dr. Stefan Pohlmann, Dr. Christian Leopold, Paula Heinecker (auth.), Stefan Pohlmann (eds.)

Sowohl in der Sozialen Arbeit als auch in angrenzenden Professionen ist ein wachsender Bedarf an Fachkräften zu beobachten, die für und mit älteren Menschen arbeiten. Gesucht sind Experten, die einerseits behilflich sind, Potenziale des Alters zu aktivieren, und andererseits bedarfsorientierte Unterstützungsleistungen für diejenigen gewährleisten, die externer Hilfen bedürfen. Gleichzeitig benötigen Leistungs- und Kostenträger solide Erkenntnisse, um auf anstehende gesellschaftspolitische Entwicklungen angemessen reagieren zu können. Dieser Sammelband gibt mit Beiträgen aus Forschung und Praxis Auskunft darüber, wie guy dem individuellen und kollektiven Altern eine Zukunft geben kann. Die AutorInnen gewähren Einblick in relevante Studien, anhand derer guy die heterogene Zielgruppe älterer Menschen besser zu verstehen lernt, und stellen nachahmenswerte Modelle in verschiedenen Handlungsfeldern vor.

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Die Definition des psychischen Alters entspricht indessen keiner konstanten Größe. Bei der Beurteilung unseres eigenen Alters treten mitunter sogar sehr drastische Schwankungen auf. Sie beruhen auf der Tagesform, dem Lebensstil und den wechselhaften Umgebungsbedingungen. Der von Pohlmann (2011, S. 110) eingeführte Begriff des induzierten Alters fasst all jene Umstände zusammen, die sich durch äußere Kräfte oder individuelle Verhaltensweisen auf das Alter auswirken. Umweltbedingungen wie Gesundheitsversorgung, soziale Unterstützung, Arbeitsanforderungen, Bildungschancen, ökologische Lebensbedingungen, Infektionsrisiko, kriegerische Auseinandersetzungen und ökonomische Sicherung beeinflussen den Alterungsprozess.

S. 478 ebenda) Der Erfüllungsgrad offensichtlicher menschlicher Bedürfnisse wie Wohnen, Nahrung, Arbeit etc. berücksichtigte nach damaliger Erkenntnis nicht ausreichend die subjektive und individuelle Empfindung und Bewertung der Zielpopulation. Die Lebensqualität sollte außerhalb ökonomisch-statistisch erfassbarer Kennwerte durch direkte Befragung der Zielpopulation dieses subjektive Element integrieren. Durch diesen qualitativen, sozialwissenschaftlich ausgerichteten Wandel in der Soziologie bzw.

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